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Bericht vom 18. Einhand-Cup Silbersee - 2026

18 einhand cup silbersee 2026 20260330 2019920706Saisonauftakt am Silbersee mit Kuchen, Kicker, Kegelbahn

Am 21. und 22. März fand am Silbersee bei Eberhard in der Pfalz wieder die erste Seggerling-Regatta der Saison statt. Bei der Neuauflage im letzten Jahr kam leider keine Ranglistenwertung zustande, da sich angesichts auflandiger 5-6 Bft. und 6 Grad Außentemperatur nur vier der acht angereisten Seggerlinge aufs Wasser trauten. Auch ich hatte seinerzeit gekniffen und konnte mich nun als Spätentschlossener zumindest teilweise rehabilitieren, denn durch den krankheitsbedingten Ausfall von Hartmut bedurfte es kurzfristig eines sechsten Teilnehmers zur Rettung des Ranglistenstatus.

Größter Anreiseheld war aber eindeutig Frank, der die rund 740 km von Waren nur für diese Regatta auf sich genommen hat und das in einem Rutsch mit nur kurzer Schlafpause im Auto. Fetter Respekt!

Die Regatta fand als „Einhand-Cup“ in Verbindung mit einer Ranglistenregatta für ILCA 6 und 7 statt. Die rund 25 ILCAs störten uns aber zunächst nicht weiter, denn sie slippten an einer anderen Stelle und auf dem See gab es dank separater Starts (mit den Seggerlingen als erster Startergruppe) keine Platzprobleme.

In diesem Jahr war der Wetter- und Windgott deutlich sanftmütiger gestimmt als 2025 und bescherte uns teilweise frühlingshafte Temperaturen mit materialschonenden 2-3 Bft.. Am Samstag kamen jedoch Sonne und vor allem Wind nur langsam in Gang und so schlichen wir zunächst ca. zwei Stunden ums Startschiff, um dann zurück zum Strand zu dümpeln. Den hatten inzwischen auch die ILCAs für sich entdeckt, so dass es dort mit einem Mal recht eng zuging. Und als die ersten schon ihre Boote abbauten, kam plötzlich doch noch eine frische Brise auf, also hieß es wieder Segel hoch, gegen den Wind ins Wasser slippen und zum Startschiff eilen. Dort ließ der Wind zwar schon wieder etwas nach, die Wettfahrtleiterin hatte die Rundenzahl dennoch etwas überambitioniert von 2 auf 3 erhöht. Egal, es gab einen Start und wir schafften mit Bahnverkürzung immerhin 1,5 Runden für einen ersten Lauf. Jörn ging erwartungsgemäß mit gebührendem Abstand vor Achim als erster durchs Ziel, dann wurde die übliche Reihenfolge etwas durchbrochen, weil Frank mich nach etwas verzögerter Startkreuz zwar fast noch eingeholt hätte, aber eben nur fast. Und auch im hinteren Drittel lagen Michael und Eberhard die gesamte Zeit eng zusammen, bis Eberhard als guter Gastgeber Michael den Vortritt ließ.

Abends ging es dann ins großzügige, aber leider nicht am Wasser gelegene Clubhaus des Kanu- und Segelclubs Frankenthal (KCF), wo neben einem sehr leckeren Abendessen auch noch ein Kicker-Turnier auf uns wartete. Clubpräsident Eberhard und ich versuchten wacker, die Seggerling-Ehre gegen die ILCA-Meute zu verteidigen, mussten uns aber recht bald der Übermacht ergeben und konnten uns wieder den anderen Seggerlingen sowie der Getränkeauswahl des Clubs widmen. Etwas speziell wurde es dann noch beim Nachtlager. Ich hatte meinen Schlafsack zuhause vergessen und wurde freundlicherweise von Eberhard mit zwei Decken und einem Platz in der clubeigenen Kegelbahn versorgt. Zur Auswahl hätten auch noch der Tischtennisraum, der Kraftraum, der Kickerraum und der Büroraum gestanden. Wie gesagt, das Clubhaus ist recht üppig dimensioniert und ausgestattet.

Der Sonntag begann um 8:00 Uhr mit einem reichhaltigen Frühstück, denn um 10 Uhr war schon der erste Start angesetzt und wir mussten ja noch zurück zum See. Dort lachte bei noch einstelligen Temperaturen bereits die Sonne und es wehte ein munteres Lüftchen aus Nordost. Also schnell die Boote aufgebaut, in die TroKos, ab aufs Wasser und zur Startline, wo es tatsächlich um 10 Uhr mit dem ersten Lauf losging. Gesegelt wurde ein Dreieck und ein Schenkel oder gemäß hipper Ausdrucksweise der Segelanweisungen: „Trapez Outerloop“. Die erste Wettfahrt litt noch etwas unter Windlöchern, die besonders auf den Vorwindstrecken Nervenstärke erforderten. Am Ende entsprach der Zieleinlauf grob den Erwartungen mit Jörn vor Achim, Frank, Marc, Michael und Eberhard, wobei das Feld recht eng zusammenblieb. Beim zweiten Lauf des Tages erwischte ich einen guten Start und die richtige Seite der Startkreuz, was Jörn natürlich nicht daran hinderte, mich noch an der Luvtonne einzufangen. Immerhin konnte ich mich ein wenig an ihn dranhängen und den Rest des Feldes auf Abstand halten und so einen zweiten Platz einfahren. Es folgten Achim, Frank, Michael und Eberhard. Der dritte Tageslauf endete dann wieder in der standesgemäßen Reihenfolge mit Jörn vor Achim vor Frank vor Marc, nur am Schluss tauschten Eberhard und Michael die Plätze. Somit stand beim letzten Lauf die Gesamtwertung eigentlich schon fest, bis auf die kleine, aber feine Frage, ob Frank oder ich es aufs Podium schaffen. Und es wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben, ob Frank auf der Kreuz wirklich langsamer war als ich oder schlicht keine Lust hatte, den Regattabericht zu schreiben…

Kein Geheimnis bleiben sollte jedenfalls die tolle Gastfreundschaft des KCF, der zur Siegerehrung noch ein sensationelles Kuchenbuffet auffuhr. Jörn zeigt dabei, dass er auch jenseits der Regattabahn zu übermenschlichen Höchstleistungen fähig ist, indem er in atemberaubender Geschwindigkeit nicht weniger als vier Tortenstücke vertilgte, wenn ich mich vor lauter Erstaunen nicht verzählt habe. Großer Dank gebührt schließlich Eberhard für seinen unermüdlichen Einsatz sowie die umsichtige Organisation und Betreuung! Das war ein sehr gelungener Saisonauftakt!

Marc (GER 480)

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