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Bericht von der Sandhasenregatta in Kahl

sandhasenregatta in kahlLetztes Jahr hatte Marc (Engelhardt) den Wunsch gehabt, dass mehr Seggerlinge als Korsare an dieser Regatta in seinem heimischen Club teilnehmen sollten. Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Jedoch nicht weil die Seggerlinge so überaus zahlreich waren, sondern weil die Korsare nur 2 Boote, wegen eine zeitnahen Konkurenzregatta, auf das Wasser brachten. Daher waren die 7 angereisten Seggerlinge in diesem Jahr deutlich in der Überzahl. Bis auf Walter Fleschhutz kamen alle aus der näheren Umgebung.

Trotz der räumlichen Nähe war Michael schon am Freitagabend angereist, um die Ruhe am See zu genießen. Für diesen Einsatz wurde er mit ordentlich Wind belohnt, allerdings kam der Wind mitten in der Nacht und war daher zum Segeln nicht nur zur falschen Zeit, sondern auch viel zu stark. Im Laufe des Samstagvormittags trudelten, dann die anderen Regattateilnehmer (ja es waren nur Männer) ein und bauten bei passablem Wind die Boote auf. Nach der Steuermannsbesprechung ging es aufs Wasser und wir versuchten uns an den stark pendelnden Wind zu gewöhnen. Doch kaum drohte der Start, da drehte der Wind um 90 Grad, es gab es eine Startverschiebung und einen neu ausgelegten Kurs.

Leider erholte sich der Wind von diesem Winddreher nicht mehr richtig und hatte nur noch Kraft zum Pendeln aber kaum noch für nennenswerten Vortrieb. Dennoch wurde die Regatta gestartet und wir trieben in der vorhersehbaren Reihenfolge über den See. Vorneweg belauerten sich Marc und Walter. Dahinter folgten Michael, Jürgen und ich selbst. Den Abschluss bildeten Adi und Werner. Die fällige Bahnverkürzung rettete Werner davor, von Marc überrundet zu werden. Wobei der See nun wirklich klein ist und wir 4 Runden hätten segeln sollen. Michael lag auf dem von ihm erhofften 3 Platz, bis mich kurz vor dem Ziel eine Privatbö erwischte und ich mich gar nicht dagegen wehren konnte an Michael vorbeizufahren, der nur wenige Meter neben mir in einem Flautenloch festhing.

Der nicht zu beneidende Wettfahrtleiter versuchte bei weiter nachlassenden Winden noch einen neuen Start, aber dieses Mal war der Wind einfach zu schwach. Ich versuchte den erhofften dritten Platz von Michael zu retten, in dem ich hilflos (wirklich!) an die Luvtonne trieb, nachdem in diesem Fall Michael mit einer Privatbö kurz vor der Tonne an mir vorbeirauschte und meine Kursplanung nicht mehr umsetzbar war. Es war in dem Moment gar nichts mehr umsetzbar und so trieb ich an die Luvtonne. Nachdem ich mich befreit hatte und sogar etwas Wind für den fälligen Kringel bekam, gab die Wettfahrtleitung auf und brach diesen Lauf ab. Dabei wurde ich wieder daran erinnert, dass die Abbruchflagge doch sehr der Flagge eines deutschen Bundeslandes ähnelt. Ich rätsele noch immer über die tiefere Bedeutung dieser Tatsache. Doch ich schweife ab! Es war absehbar, dass der Wind nicht besser würde und so fuhren wir an Land und ließen uns vom Kahler Segelclub aufs Beste verköstigen.

Für den Sonntag waren am Morgen weiterhin nur schwache Winde vorhergesagt und am Nachmittag sollten Gewitter durchziehen. Die Gewitter hatten es jedoch eilig und das erste kam schon zum geplanten Start am See an. Wir blieben also an Land und warteten ab. Kaum war das Gewitter durch, schlief der Wind wieder ein und es war auch schon ein weiteres Gewitter im Anflug. Wir haben daraufhin gemeinschaftlich, also Wettfahrtleitung und Segler ,beschlossen, dass es sich nicht lohnt einen Startversuch durchzuführen. Immerhin konnten wir so unsere Boote noch halbwegs trocken wieder transportbereit machen.

So blieb mir der dritte Platz und die Ehre des Berichtsschreibers erhalten.

Ergebnisse:

  1. Marc Engelhard – GER 480
  2. Walter Fleschhutz – GER 2
  3. Eberhard Niehaus – GER 209
  4. Michael Egghard – GER 397
  5. Jürgen Sinn – GER 71
  6. Adolf Schäfer-Sindlinger GER 286
  7. Werner Schlierike – GER 103

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