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Regattaberichte
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- Erik GER 444

Wie schon viele Jahre zuvor fand dieses Jahr erneut der Knochenwärmer der Seggerlinge im Feriendorf Müritzufer am Bolter Kanal an der Müritz statt. Eine erste Besonderheit:
Da der erste Mai in diesem Jahr auf einen Donnerstag fiel, wurde beschlossen das Wochenende nach diesem Tag mit an den Feiertag anzuschließen und so ein verlängertes Wochenende zu schaffen.
Als erstes trafen Jan und Ina am Dienstag am Müritzufer ein und starteten direkt das erste kontroverse Thema in der WhatsApp Gruppe mit einem Bild was zwei Boote zeigte.
Frank erkannte die Gefahr sofort und verzögerte seine Anfahrt auf weiteres um Ausnahmsweise auf seine Leidenschaft des Berichtsschreibens zu verzichten.
Allerdings kündigte Thomas an, sich für dieses Jahr schon etwas neues Ausgedacht zu haben, um einen Willigen zum Bericht schreiben zu ermitteln und somit trafen Susi und Volker als Drittes ein.
Am Mittwoch folgten dann nach und nach alle weiteren Boote, sodass am Abend 20 Seggerlinge, teils noch verpackt auf ihren Trailern am Strand standen. Auch das ein oder andere Seeungeheuer war dort anzutreffen:
Der Donnerstag und Freitag folgten und es gab leider quasi kein Wind dafür zum Glück viel Sonne. Die einen versuchten es trotzdem mit dem Segeln,
Wir versuchten uns mit Hilfe des Schlauchis und anderem Equipment von Nele und Lennart am Wakeboarden.
Der Freitagabend wurde klassisch mit unserem Klassenabend beendet. Für das Buffet hatte wieder jeder etwas bei gesteuert:
Ein großer Dank geht hierbei wieder an die Familie Lauchs, für die Organisation des Abends und besonders an Thomas Vater der die Puten, wie schon im vorherigen Jahr, lieferte.
Nach diesem Festmahl gab es dann noch eine kleine Tombola, um die Person zu ermitteln, die den dies jährigen Bericht zu schreiben habe. Thomas hatte sämtliche Segelnummern auf kleine Zettel geschrieben und Susi als Glücksfee meine Segelnummer die 444. Aus meiner Sicht war sofort eine Erleichterung auf allen Gesichtern zu erkennen und der ein oder anderen Spruch war natürlich auch zu hören.
Somit ging der zweite Bericht dieses Jahres erneut an einen Gronewold.
(Spoiler: Zum Zeitpunkt, wo ich dies hier Schreibe, stehen die Chance sehr gut das es demnächst einen weiteren Bericht aus Achim von einem Gronewold geben wird)
Nach diesem Festmahl ließen wir den Abend im wahrsten Sinne des Wortes ausklingen. Grit und Matthias packten ihre Gitarren aus und stimmten das ein oder andere Liedchen an. Natürlich sollte auch der ein oder andere Sambuca auch nicht fehlen.
Am Samstag gab es dann noch ein leichtes Lüftchen, sodass sich der ein oder andere noch wieder aufs Wasser traute.
Ben und ich bevorzugten an diesem Tag unsere Stühle in der Sonne vor unserem Haus und fühlten uns später wie die Pute am Vorabend ordentlich gegrillt. Am späten Nachmittag begannen dann die meisten mit dem zusammenpacken und gurten der Boote, um eine Zeitnahe Abreise am nächsten Tag zu ermöglichen.
Am Sonntag stand dann schon wieder die für manche kurze Rückfahrt nach Waren oder etwas längere Rückfahrt nach Frankfurt an. Aufgrund zahlreicher Staus auf unser
Strecke zurück nach Bremen, entschlossen wir uns für eine alternative Strecke über Land bis nach Lüneburg, dort ging es dann gewohnt über die Autobahn zurück.
Viele Grüße an alle,
Erik GER 444
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- Jan GER 171
Bericht von der #lemonchallengemecfs auf dem Knochenwärmer der S.S.S.
Letztes Jahr musste ich das erste Mal seit vielen Jahren den Knochenwärmer an der Müritz auslassen, da ich stationär in der Klinik war.
Was ich da noch nicht wusste – ich bin an ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom) erkrankt.
Zwar war ich dieses Jahr wieder mit beim Knochenwärmer, leider geht Segeln nicht mehr. Dafür konnte ich viele tolle Gespräche an Land führen und mit meinem E-Bike war ich auf dem Gelände einigermaßen mobil. Es war klasse, so viele nette Leute wiederzutreffen und es war schön zu sehen, dass mein Boot bewegt wurde. Auf dem Klassenabend habe ich dann zur #lemonchallengemecfs aufgerufen, die am Samstag um 11 Uhr starten sollte.
Die lemonchallenge wurde von der ME/CFS Research Foundation ins Leben gerufen, um auf die Erkrankung aufmerksam zu machen und Spenden für die Forschung zu sammeln. Der Biss in die Zitrone soll symbolisieren, wie sich ein Zustand von einem auf den anderen Augenblick verändern kann.
Pünktlich um 11 Uhr am Samstag vorm Segeln wurde gestartet. Zuerst gab es das Gruppenfoto vor meinem Boot (GER 171)
und dann – POTZBLITZ – haben (fast) alle in die von Ina vorbereiteten Zitronen gebissen.
Dietke als unsere Insta-Beauftragte hat alles per Video festgehalten und dann in der Woche danach zusammengeschnitten. Nachdem ich noch Text beigesteuert hatte, wurde das Reel als Beitrag auf dem Instagram-Account der S.S.S.e.V. veröffentlicht.
Wer es noch nicht gesehen hat, hier geht es zum Beitrag auf Instagram.
Und hier der DirectorsCut – mit Originalton, aber Bild ist etwas pixelig.
Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. *
Wir sehen uns (auch ohne Segeln)
Jan GER 171
Falls jemand noch die ME/CFS-Forschung durch eine Spende unterstützen möchte,
so kann er das gerne über die Seite der ME/CFS Research Foundation tun.
*Blau wird als Farbe wird für ME/CFS benutzt
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- Dietke GER 349
Ansegeln heißt für mich: Auf gutes Wetter warten und nicht bei einstelligen Temperaturen auf dem Wasser zu erfrieren. Auch wenn die Harten unter uns schon zur Regatta am Silbersee fuhren, sind einige von uns zugegebenermaßen Schönwettersegler.
Genau das Wetter gab es zu aller Freude am 12. April in Krefeld.
Die Wettervorhersage versprach 3-4 Bft und Sonne am Samstag sowie 5-7 Bft (die Böen ignoriere man besser) und Bewölkung am Sonntag.
Wir (Dirk-GER468 und Dietke-GER349) hatten das Glück, bereits am Freitagabend auf dem Vereinsgelände übernachten zu dürfen. So ersparten wir uns die stressige und frühe Anreise am Samstagmorgen.
Nach einer noch sehr frischen Nacht tauten wir langsam in der Morgensonne auf und frühstückten mit den ersten schon angereisten Seggerlingseglern. Nach und nach trudelte auch der Rest ein.
Die Mitglieder des SCCR waren bereits fleißig und bereiteten die Regatta sowie alles Drumherum vor.
Um 13:00 Uhr fand die Steuermannsbesprechung statt und für 14:00 Uhr war der erste Start angesetzt.
Die Bedingungen waren wirklich traumhaft, da fiel die Wahl schwer zwischen der kurzen Hose, dem Neopren oder doch aufgrund der noch frischen Wassertemperaturen lieber den Trocko.
Wie immer wurde sich beim Slippen selbstverständlich gegenseitig geholfen, sodass alle rechtzeitig aufs Wasser kamen.
Mir war im Vorhinein berichtet worden, dass der See mit der Insel ein wenig tricky sei. Doch diesmal wurde entschieden, nicht um die Insel herum zu segeln, sondern im westlichen Teil einen Up-and-Down Kurs zu legen.
Insgesamt waren für den Samstag drei Wettfahrten angesetzt und für den Sonntag zwei weitere.
Wir Seggerlinge starteten als Erstes, gefolgt von den Yardstick-Jollen.
Leider hatten wir in der ersten Wettfahrt das Pech, nach der Rundung der Leetonne mitten den Start der Anderen queren zu müssen.
Die erste Runde diente allen zur Eingewöhnung. Ablauftonnen wurden übersehen und die Regeln frischten sich im Gedächtnis auf.
Natürlich fehlte der Wind folgend immer an der Luvtonne, um dann auf dem Leekurs plötzlich zuzuschlagen. So kam es auch zur Luvkenterung von Rainer, dem dabei leider sein Baumbeschlag abbrach. Ich hoffe, es konnte alles wieder repariert werden.
An Land wartete bereits das Team des SCCR mit Kaffee, einem reichlichen Kuchenbuffet und es wurde das Abendessen bereits vorbereitet. Es gab frisch gegrillte Burgerpatties und eine große Auswahl an Belägen.
Die Atmosphäre war total herzlich und die Stimmung super!
Am Sonntag starteten wir mit einem großartigen Frühstücksbuffet, bei dem wirklich jeder fündig wurde. Der Wind war zum Glück nicht so wie vorhergesagt, von 5-7 Bft und Regen war keine Spur zu sehen!
Wieder wurde ein Up-and-Down Kurs ausgelegt, der durch die Lage der Ablauftonne fast als Dreieckskurs durchging.
Der Wetterbericht hatte allerdings mit einer Sache recht…es war böig und es gab viele Dreher.
Ich genoss es, dass Feld eher aus der Mitte heraus zu beobachten, so war ich überall ein bisschen dabei. Ich konnte sehen, wie sich Dirk und Marc E. ein spannendes Duell lieferten, hatte aber auch die anderen noch gut im Blick.
In der letzten Wettfahrt ging es noch einmal spannend um Platz eins und zwei. Ich befürchtete schon, dass ich schreiben müsste…
Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, ich konnte es Eberhard nicht zumuten, noch einen Bericht schreiben zu müssen.
Dirk hatte eine gute Ausgangslage und hielt sich stark, doch Marc E. war am Ende schneller. Als die beiden in der letzten Runde kurz vor der Leetonne noch einmal parkten und netterweise auf uns warteten, rückte das gesamte Feld noch einmal enger zusammen.
Nach der letzten Wettfahrt ging dann alles ganz schnell. Die Boote wurden abgeriggt und es folgte die Siegerehrung.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal besonders das Team des Vereins loben. Was sie uns an dem Wochenende geboten haben, war einfach großartig! Die Herzlichkeit, die Organisation und die Verpflegung. Einfach TOP!
Ein weiteres besonders schönes Detail möchte ich noch hervorheben. Bei der Siegerehrung bekam jeder Segler ein gerahmtes Foto vom Samstag.
Was ein Aufwand und eine 1A-Idee!
Außerdem gab es für die ersten drei Plätze Handtücher, viel besser als der üblichen Silberpokale hihi.
Alles in allem war es ein wirklich tolles Wochenende und ein perfekter Start in die Saison.
Ganz liebe Grüße
Dietke, GER 349
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- Eberhard Niehaus
Bericht Einhand-Cup vom 15. bis 16. März 2025 am Silbersee
Der Bericht zur Kulturkeule war noch nicht ganz fertig, da stand bereits die erste Regatta der Saison auf dem Programm. Nach 7-jähriger Pause konnten wir am Silbersee endlich wieder die Seggerlinge zum 17. Einhand-Cup am Silbersee in der Pfalz einladen. Das Wetter ähnelte dem der eine Woche zuvor stattgefundenen Kulturkeule. Jedoch hatten Wind und Temperatur die Zahlen ausgetauscht. Die Temperaturen waren in den einstelligen, aber noch positiven, Bereich abgerutscht, dafür hatte der Wind deutlich in den zweistelligen Bereich in Knoten zugelegt. Nur der Sonnenschein war konstant geblieben. Der Wind hatte am Samstag 4-5 Beaufort, wobei auch Böen mit 6 Bft zu verzeichnen waren. Das war für die erste Regatta im Jahr natürlich eine Ansage. Die Vorhersage für Sonntag lag eine gute Windstärke unter der am Samstag herrschenden Windstärke.
Es hatten sich 8 Seggerlinge angemeldet und so hatten wir perfekte Bedingungen für die erste Ranglistenwertung der Saison. Jedoch, es sollte anders kommen. Werner Schlierike (GER 103) freute sich auf den Einsatz seines nagelneuen Segels, das Jörn Thöne (GER 181) mitgebracht hatte. Leider entpuppte sich beim Aufriggen eine nicht zu lösende Inkompatibilität des neuen Segels zum alten Mast. Das Segel ließ sich einfach nicht hochziehen. Jörn hatte noch einen zweiten Mast dabei, der aber nicht zur Beschlagausrüstung auf Werners Boot passte. Marc Engelhard (GER 480) riggte sein Boot zwar auf, aber empfand die gefühlte Temperatur deutlich unter seinem Wettfahrtmodus und beschloss die Heimreise anzutreten. Hartmut Prömper (GER 413) beschloss es gemütlich anzugehen und den leichteren Wind am Sonntag abzuwarten. Somit gingen am Samstag nur 5 Seggerlinge aufs Wasser. Jedoch kamen beim Start nur 4 Seggerlinge an. Michael Egghart (GER 397) hatte es bis ins Startgebiet geschafft, bevor ihn eine Bö ins Wasser beförderte. Bei der Kenterung blieb er unglücklich am Boot hängen und zog sich eine Zerrung zu, die für ihn das Segel Aus für das gesamte Wochenende bedeutete. Marc Werner (GER 166) war nicht glücklich über den vielen Wind, aber trotzte ihm tapfer mit seinem kleinen Segel und hielt 2 der 3 Wettfahrten am Samstag durch. Durch das kleine Segel konnte er seine Stärken nicht ausspielen und belegte in beiden Läufen den 4 Platz.
Dadurch war die Reihenfolge der restlichen Teilnehmer keine wirkliche Überraschung. Vorne lag mit dem üblichen Abstand Jörn, dahinter folgte Walter Fleschhutz (GER 2) und mit gebührendem Abstand der „ewige dritte“ Eberhard Niehaus (GER 209).
Parallel zu uns Seggerlingen waren 14 ILCA 7 (Laser Standard) gemeldet, die als erste Startgruppe vor uns Seggerlingen starteten. In dieser Startgruppe war die Anzahl der Badegäste deutlich höher als bei uns und die Helferboote hatten ordentlich zu tun. Trotz eines leistungsmäßig gut besetzten ILCA 7 Feldes hätte Jörn auch bei einer Gesamtwertung den ersten Platz der Gesamtregatta geholt. Das einzige Manko der Regatta war, dass wir auf Wunsch der ILCA-Klasse einen Up-And-Down-Kurs segeln mussten und uns das mit mehr Gleitspaß verbundene Dreieck verwehrt blieb. Die Rauschefahrt konnten wir nur beim Zieleinlauf mit Halbwind oder in den kurzen Pausen zwischen den einzelnen Läufen erleben.
Am Sonntag griff Hartmut bei 3-4 Bft ins Geschehen ein und so konnten wir wenigstens in einem Lauf 5 Seggerlinge werten und Eberhard konnte seinen „ewigen Dritten“ Platz im letzten Lauf an Hartmut übergeben. Für die Gesamtwertung machte es jedoch keinen Unterschied mehr und somit musstet Ihr nun zwei Berichte von mir ertragen. Ich kann Euch aber beruhigen: Es wird wohl so schnell nicht wieder vorkommen.
Ergebnis: 1. Jörn Thöne GER 181, 2. Walter Fleschhutz GER 2, 3. Eberhard Niehaus GER 209, 4. Marc Werner GER 166, 5. Hartmut Prömper 413, 6. Michael Egghart GER 397 – Werner Schlierike GER 103 – Marc Engelhardt GER 480
Herzliche Grüße aus der Pfalz
Eberhard Niehaus – GER 209
Fotos: Michael Eilers


