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Regattaberichte
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- Wolfram GER 141
Seggerling – ein Bazillus oder wie man nach dem Bretagne- Urlaub am Rottachsee landet?!
Ein kurzer Abriss. Unseren Konstrukteur und Namensgeber Jüs Segger lernte ich 1990 in Berlin kennen. Er arbeite als Geschäftsführer einer Baufirma, ich als Handelsvertreter warb um seine Gunst. Jüs in seiner direkten hanseatischen Art, kaufen tue ich nichts, aber wir können uns über Segeln unterhalten. So kam ich dann zur Seggerling, guter Verkäufer, der Jüs ;-)
Ja, so war die Leidenschaft entfacht, die über eine lange Zeit hielt. Bis der Nachwuchs mit dem Opti in mein schönes Boot fuhr und die Kinder die ganze väterliche Aufmerksamkeit für die Ausübung ihres Hobbys Segeln benötigten. Schweren Herzens wurde die zum dem Zeitpunkt aktuelle Seggerling GER 262 verkauft. War es 2015, ich glaube?
Den Job des Segelwarts hatte ich auch schon in zuverlässige Hände abgegeben, an unseren Thomas. Thema durch. Da hatte ich die Rechnung ohne Thomas gemacht!
Wolfram, ich habe in Templin so eine Vereinsregatta um das Blaue Band, wenn du mal segeln willst, das Boot von Markus kannst du nutzen. Diese Worte klingen mir noch im Ohr, er sprach sie nicht nur einmal aus. Thomas war da sehr beharrlich.
Im Sommer 2022 war Zeit und Lust vorhanden. Einmal segeln kann man ja. Denkste, die Lust und der Wille waren entfacht. Im Oktober durfte ich meine alte 140 zurück erlangen.
2023 kam ich immerhin dreimal aufs Wasser damit.
Frühjahr 2024 war es soweit, Boot langsam Regatta tauglich. Mein Arbeitgeber war gnädig, Knochenwärmer, Pfingstregatta in Röbel, Malente und Templin passten in die freien Wochenenden.
Dann sah es etwas düster aus. Ja, Urlaub bis Ende August okay, aber dann wird unsere neue Sportschule in Warnemünde fertig sein. Worauf wir uns alle freuten und die erst einmal auch unsere volle Aufmerksamkeit benötigte.
Also mit einem lachenden und einem tränenden Auge Familienurlaub in der Bretagne geplant.
Doch im August öffnete sich das Zeitfenster durch Bauverzögerung. Guter Chef, wenn du zur GO willst, mach es, kannst noch Urlaub nehmen.
Insgeheim vorher gehofft und dank Walters Vorschlag auch angemeldet.
In Templin, wo Walter der am weitesten Angereiste war, ich jedoch für die weiteste Anreise erwähnt wurde, meinte Walter, melde dich schon mal an, sollte es bei dir nicht klappen, Schwamm drüber.
Ja, nun war das Zeitfenster offen. Ein Großteil der Seggerlings war zu Kultur und Training schon angereist. Unser Urlaub ging am Mittwoch zu Ende, Heimfahrt aus der Bretagne. Freitag Beginn der GO.
Ich kündigte mein Kommen bei Peter an. Er meinte noch, überlege dir das, Wind ist zur Zeit sehr mau. Meine Intension, Freunde wieder sehen, neue Leute kennen lernen und die zu erwartende bayrische Gastfreundschaft. Wenn segeln dann auch noch geht, um so schöner!
Auf gehts gegen 10 Uhr, Klara, unsere Große, im Juni frisch die Fahrerlaubnis bestanden, unterstützte fleißig bei der Heimfahrt nach Rostock. Donnerstag gegen 5 Uhr waren wir zuhause. Auto ausgeräumt, alles für die Weiterfahrt vorbereitet. Familie hat fleißig mitgeholfen. Dann 3 Stunden geschlafen und los ging es für mich ins Abenteuer German Open auf dem Rottachsee.
Die Fahrt verlief außergewöhnlich gut, mit entsprechenden Pausen. Bei einbrechender Dunkelheit erreichte ich die Segel- und Surfgemeinschaft am Rottachsee.
Gleich ein herzlicher Empfang, etwas leckeres zu Essen und Smalltalk.
Am nächsten Morgen wurde ich zeitig wach, baute schnell mein Boot auf.
Die angenehme Überraschung, ein wunderschönes Revier, dieser Rottachsee.
Dazu eine positive Windvorschau und ein zünftiges bayrisches Frühstück.
Und es sollte noch mehr leckeres Essen geben. Selbst gebackener Kuchen, Spätzle, Nockeln, Burger, ich bekomme es nicht
mehr alles zusammen.
So ging es dann weiter, eine sehr gute Organisation, Verpflegung, Durchführung der German Open mit einem gehörigen Wohlfühlfaktor.
In deren Mittelpunkt stand Walter mit einem sehr engagierten Team an Helfenden. Das Wetter spielte glücklicher Weise mit. Walter nahm auch persönlich an der Regatta teil, was um so höher zu bewerten ist. Kümmerte sich auch noch um die Auswertung. Hut ab!
So erlebte ich/ wir eine sehr schöne German Open mit einem wesentlich besseren, als von mir je erwarteten Ergebnis. Dem 5. Platz auf der German Open.
Eins war mir wichtig, wenn die weiteste Anreise, dann möchte ich sie auch verdient haben ;-))
Was ich noch nicht erwähnte, nur vom Erzählten mitbekommen habe, das sehr gute Trainingslager unter Jörns Leitung und die besondere, einzigartige Besichtigung Neuschwansteins. Schade, dass ich nicht dabei sein konnte.
Vielen Dank an das Team der SSGR und Alle die mitgeholfen haben!!!
WOLFRAM
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- Peter GER 300
Geplant war an diesem Wochenende ( 14.und 15. Juni) der Seggerling-Pokal in Malente. Gemeldet
hatten 11 Boote, eine mäßige Beteiligung für Malle, selbst in Corona-Zeiten waren es mehr Boote!
Fast schon traditionell ist das Treffen beim Griechen am Anreisetag. Alle waren da und es wurde eine
gesellige Runde bei gutem Essen.
Einige übernachteten auf dem Vereinsgelände, einige in Pensionen oder im Hotel, morgens wurde
am Vereinshaus gemeinsam gefrühstückt, Dietke genoss das Knaben- Rührei nach mühevollem
Brötchenholen. Es wehte ein strammer, sehr böiger Südost, sodass der um 13 Uhr vorgesehene Start
erstmal verschoben wurde. Am Nachmittag ging es dann los, Günter hatte die Bahn,
zuschauerfreundlich gleich in der Nähe, mit Start und Ziel nördlich vom Vereinsgelände ausgelegt.
Wir segelten am Samstag drei Rennen mit drehendem und böigem Wind. Die Windstärke und die
Böen hatten in der Stärke nachgelassen, es war dennoch trickreich zu segeln. Dadurch landeten auf
den vorderen Plätzen immer unterschiedliche Segler. Guido dominierte in gewohnter Weise, immer
getrieben vom vorderen Drittel, die Rennen. Nele und Dietke versuchten es zunächst zu zweit auf
einem Boot, merkten aber schnell, dass die Bedingungen moderat waren und starteten, dann ab dem
zweiten Rennen, mit ihren eigenen Booten.
Wieder am Verein angekommen gab es Getränke und Leckeres vom Grill. Wir saßen noch lange an
diesem schönen Fleckchen Erde und ließen die Erlebnisse Revue passieren.
Am Sonntagmorgen war zunächst kein Wind, es war ein schöner Morgen am Kellersee. Der langsam
aufkommende Wind wehte aus westlicher Richtung. Der erste Start war für 11 Uhr angesetzt, die
Bahn war im östlichen Bereich des Kellersees ausgelegt. Pünktlich zum Start hatten wir gute 3
Windstärken aus West und konnten zwei schöne Rennen bestreiten. Es war sonnig und warm, mit
kurzer Hose konnte man es gut aushalten. Die Bahn war perfekt ausgelegt und nach jeweils drei
Runden waren wir im Ziel. Wieder wurde das Feld gut durchgemischt, wir konnten auf die
Platzierungen gespannt sein.
Bei der Siegerehrung durften wir das Podest einweihen, anschließend wurde das Gruppenfoto
gemacht.
Unser Dank gilt den Begleitbootfahrern, dem Regattateam auf dem Wasser und an Land. Wir wurden
wie immer gut versorgt und betüddelt. Die Gastfreundschaft wissen wir zu schätzen, vielen Dank
dafür an dem SVMG. Wir kommen gerne wieder.
- Guido
- Wolfram
- Peter
- Nele
- Ben
- Frank
- Dirk
- Sven
- Susanne
- Dietke
- Andreas,
Peter GER 300
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- Nicole GER 353

Für alle die ihn nicht kennen, er liegt in Kahl am Main und hat eine Größe von 29 Hektar.
Mein Sohn sagte: “Mama, wenn du 3. wirst, schreibe ich deinen Bericht“.
Gesagt, getan der 3.Platz kam (Dank Marc W.) und mein Sohn erinnerte sich plötzlich nicht mehr daran, jemals so ein Versprechen „ausgesprochen“ zu haben.
Jetzt aber von Anfang an, die Boote waren geladen 2 Seggerlinge und 2 Optimisten warteten bereits am Donnerstagabend auf die Abfahrt, gleich freitags nach der Arbeit/Schule den Weg zum Kahler See zu bestreiten. Die Anreise mit 325 Kilometer und 3,5 Stunden war bis auf die nie „endenden“ Baustellen gut zu fahren. So kamen wir gegen 17.00 Uhr als zweiter nach Michael im Segelgelände an. Der Weg vom Schloss bis dahin war sehr spannend, (man munkelt, einige hätten sich verfahren) da an der Kreuzung nach links Segelclub oder Paradies nach rechts zur Wahl stand.
Wir die Familie Rampp haben kurz überlegt, die Schilder zu drehen, um Jörn in die Irre zu führen, dieser wollte ca. 30 Minuten später kommen.
Nach der Ankunft wurden wir von Sven und seinen Helfern freundlich in Empfang genommen. Er zeigte uns alle Räumlichkeiten, klärte uns über diverse Gegebenheiten vor Ort auf und schilderte schon einmal die Vor - und Nachteile des Kahler Sees.
Der Abend war noch jung und so konnten wir ziemlich entspannt unsere Boote abladen und auftakeln. Dabei stellte Achim ziemlich schnell fest, dass einige Dinge am Schiff fehlten, die Xara wurde dieses Jahr zum ersten Mal aufgebaut.
Langsam trudelten dann Marc E. und Jörn ein und der Platz füllte sich mit Leben und wie wir Marc kennen, auch mit Gesprächen. Nach dem Abendessen stand ein Spaziergang zum Paradies auf dem Plan, mit der Umrundung des Weihertannensees, gleich nebenan. Der Abend ging schnell zu Ende und der Samstagmorgen brach an. Bei Wind von Süd, Süd- West mit 3-4 Bft in der Vorhersage sollte es ein schöner Segeltag werden, wenn da nicht die Slipanlage vor Ort, einigen Seglern Kopfzerbrechen bereitete.
Bereits am Morgen herrschte reges Treiben. Neue Korsar und Seggerlingsegler kamen dazu. So wurde Marc W. und Eberhardt schnell begrüßt. Die Regattaleitung mit ihren fleißigen Helfern bereiteten die Flaggen und Tonnen vor. Nur Jürgen und Werner ließen lange auf sich warten. Voller Tatendrang halfen noch alle Seggerlingsegler zusammen, um die beiden Startklar zu machen. Und siehe da, es macht tatsächlich Sinn, Jörn dabei zu haben, so konnte Jürgen auch trotz vergessenem Segel mit einem Ersatzsegel an den Start gehen.
Die Steuerleutebesprechung wurde pünktlich um 13.00 Uhr mit der Erklärung der Rundung der Tonnen 1, 2, 3 – 1, 3 – 1, 2, 3 – 1 - Ziel durchgeführt und so stand dem um 14.00 Uhr angesetztem Start nichts mehr im Wege.
Geplant waren drei Läufe ohne Pause, mit neun Seggerlingen und 12 Korsaren. Der überschaubare See wurde schnell voll und die Korsare starteten noch vor den Seggerlingen. Der Wind mit 2-3 Bft und vielen Drehern und Böen verlangte etwas Fingerspitzengefühl und die nicht optimale Startlinie verleitete einige Segler zum Frühstart. Ich jedoch entschied mich, von hinten ans Geschehen zu gehen. Vorbei an Eberhardt, Marc W. und Michael. An der letzten Zielkreuz konnte ich Marc E. dann doch noch einholen (trotz Rundung der Tonne 1). Marc musste sich erst wieder sammeln, während Jörn und Achim bereits auf alle anderen warteten. Werner entschied sich nach einem Durchgang lieber seinen neuen Einfädler zu bestaunen und riggte sein Boot dann leider ab.
Der zweite Lauf wurde von mir tatsächlich mit einem Frühstart gekennzeichnet. Jörn und Achim drehten aus Solidarität ebenfalls mit um, was der Reihenfolge des Segelns aber keine Änderung brachte. So wurde es in den hinteren Reihen, zwischen Eberhardt, Marc W. und Michael immer wieder knapp und ich musste mich mit Marc E. duellieren.
Beim dritten Lauf frischte der Wind etwas auf und ich konnte mein Hängen etwas üben. Die Reihenfolge änderte sich beim Zieleinlauf und so konnte Marc E. als dritter ins Ziel, was ein erneutes Rennen für Sonntag spannend machte. Jörn nahm Achim einen Schenkel Vorsprung ab und das hintere Feld (Michel, Eberhardt und Marc W.) war mit gleichen 18 Punkten für Sonntag auf ein Duell eingestellt. Jürgen segelte munter seine Runden. Der Abend wurde mit Spätzle, Braten und verschiedenen Salaten sowie Freibier vom Verein bestens vorbereitet und das fröhliche Fachgesimpel zwischen beiden Bootsklassen stand nichts mehr im Wege. (Vielleicht das kalte Wetter)
Der Sonntag startete mit Regen und wenig Wind. Es wurden Weißwürste und Brezen zum Frühstück serviert. Der Start um 11.00 Uhr angedacht. Was die Seggerlinge auch fokussierten. Der Regen hörte auf und die Seggerlinge starteten mit einer besser vorbereiteten Startlinie noch vor den Korsaren, gegen 11.20 Uhr. Der Wind war kaum vorhanden die Dreher aber schon. Ein Start am Pinnend war mit Backbordbug taktisch von allen Seggerlingseglern klar erkennbar, außer Jürgen, dieser wollte als Einziger mit Steuerbord an den Start. Meine linke Hand, lädiert vom gestrigen Anlegen schmerzte sehr und so segelte ich mit lautem „Marc E. Geschimpfe“ meine letzten Runden ab. „Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte“, dachte sich Marc W. der sich nach Jörn und Achim auf Platz drei segelte. So blieb mir der fünfte Platz und Marc E. musste sich mit dem vierten Platz zufriedengeben.
Beim Boote verpacken frischte der Wind spürbar auf. Die restliche Verpflegung konnte noch bzw. nach der Siegerehrung verzerrt werden.
Es bleibt zu sagen, wer ein kleines Revier mit vielen Winddrehern sucht, kann sich am Kahler See sehr wohl fühlen. Es wurde seitens der Küche und der Regatta Crew alles sehr gut vorbereitet. Ein herzliches Dankeschön dafür. Auch an meine Kinder, die sich das Wochenende über im Opti mit Rollwende und Kreuzen beschäftigten, um uns Eltern das Segeln zu ermöglichen.
Viele liebe Grüße GER 353, Nicole
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- Dirk GER 468
Bericht HC Cup Kulkwitzer See vom 10./11.05.2025
Nun doch tatsächlich der dritte Bericht in Folge von Familie Gronewold aus Achim. Meine Kinder hatten schon geunkt, dass der 3. Platz ja wohl für mich drin sein müsste. Und so kam es dann auch: Auf der letzten German Open hatten wir beschlossen, eine Regatta im Bereich Leipzig ins Programm zu nehmen, um in der Mitte Deutschlands für viele gut zu erreichende Wettfahrten zu starten.
Das für Seggerlinge neue Revier "Kulkwitzer See" im Randbezirk von Leipzig beim Seglerverein Leipzig hatte Wolfram aufgetan, der dort über die Open Bic (= Open Skiff) Beziehungen hatte. Leider gab es nur 7 Meldungen dafür und Walter musste aus Termingründen auch noch absagen. Immerhin blieben 6 Starter, sodass eine Ranglistenwertung zustande kam. Am Start waren Bernd, Guido, Frank, Wolfgang, Dirk und Lokalmatador Matthias.
Am Freitag abend waren alle angereist und zur gemeinsamen Einstimmung auf die Regatta wurde der nahegelegene Grieche aufgesucht. Ja, auch dort gibt es einen Griechen, der bei Seggerlingseglern bekanntermaßen nicht nur wegen des angebotenen Ouzo immer gut ankommt.
Nach guter Stärkung und ein wenig taktischem Geplänkel (Wolfgang: "Heute sind wir noch Freunde...") wurde wieder zurück im Seglerverein Leipzig die große Feuerschale vom Platzwart und Unikum Eckart angezündet und noch einige Zeit am wärmenden Feuer verbracht. Hier wurden Geschichten erzählt und versucht, dem sächsischen Dialekt von Eckart zu folgen.
Aufgrund der Hochdruckwetterlage gestaltete sich das Wetter tagsüber mit schönstem Sonnenschein und eher schwachem Wind von 6-8 Knoten. In der Nacht kühlte es dann sehr stark ab, sodass die am Platz Gebliebenen eine Decke mehr für die Nacht brauchten.
Anke und ich hatten eine Pension in der Nähe gebucht, aber das ist eine andere Geschichte, die am nächsten Lagerfeuer erzählt wird.
Am Sonnabend startete dann ab 11.00 Uhr das Regattageschehen. Den ersten Start machten die Open Skiffs, dann die Optis, dann Seggerlinge mit eigenem Start und als letztes Jollen-Yardstick mit 420ern und einer Contender-Seglerin.
Es wurde ein Dreieck gesegelt mit Zieleinlauf nach der ersten Tangente, wodurch relativ kurze Wettfahrten entstanden. Wir konnten den Wettfahrtleiter nach 2 Wettfahrten (von 5 ausgeschriebenen) dann überzeugen, noch eine dritte zu segeln. Die anderen Klassen hatte er nach 2 Wettfahrten in der Hoffnung auf stabilere Windverhältnisse am Sonntag bereits wieder hereingeschickt. Wir absolvierten also 3 Läufe, bei denen Guido wie erwartet dominierte. Auf den folgenden Plätzen wurde hart aber fair gesegelt, sodass wir bei Ende der Wettfahrten bereits am Mittag alle noch dicht beisammen lagen. Die gelegentlichen Winddreher und Interims-Flauten sorgten immer wieder für Überraschungen. Mein bis dahin 3. Platz ließ aber schon Vorahnungen aufkommen...
Wieder an Land wurden wir von Doris mit Kaffee und Kuchen empfangen, wofür sich alle nochmal herzlich bedanken.
Die Situation vor Ort an diesem schon in den 60er Jahren gefluteten Tagebausee war für uns Seggerlingsegler sehr gut. Die Boote konnten unten am See auf einer kleinen Wiese stehen und das Slippen über den kurzen Sandstrand verlief ohne Schwierigkeiten. Aufgrund des ehemaligen Tagebaus ist das gesamte Vereinsgelände zum Ufer hin relativ steil abfallend; durch Terassierungen war aber doch Platz für Wohnmobile und Zelte. Es gab Möglichkeiten zum Zusammensitzen im Freien und im kleinen Vereinsheim.
Am Nachmittag entschieden wir uns, ein Nachbarrevier auszukundschaften: den Geiseltalsee beim Ort Braunsbedra. Dieser alte Braunkohletagebau wurde zwischen 2003 und 2011 geflutet und ist einer der größten Tagebauseen in diesem Gebiet. Die große Wasserfläche wäre wohl gut zum Segeln geeignet, aber die Anlagen am See sind größtenteils kommerzieller Art (Marina, Strandbar etc.), sodass es für unsere Zwecke nicht so gut geeignet erscheint.
Nach Rückkehr zum Seglerverein Leipzig haben wir am Samstagabend dann Würstchen gegrillt. Die Landcrew (Anke und Doris - Danke!) hatte eingekauft und vorbereitet. Wir konnten netterweise den Grill und Kohle vom Verein nutzen. Nach Sättigung ging es dann nochmal an die im Windschutz gelegene Feuerschale, um den Tag ausklingen zu lassen.
Pünktlich zum Start am Sonntag um 10.30 Uhr setzte der Wind mit ähnlicher Stärke wie am Vortag ein, vielleicht mit etwas weniger Drehern und Mini-Flauten. Da wir am Vortag schon 3 Wettfahrten gesegelt waren, verblieben uns noch 2, die wir auf eine längere Strecke ausdehnen konnten. Diesmal wurde ein up-and-down-Kurs ausgelegt, auf dem 3 Kreuzen gesegelt wurden. Guido fuhr ungefährdet 2x die 1 ein. Wolfgang, Frank und ich wechselten munter die Plätze, aber am Ende stand für Wolfgang 2x der 2. Platz, für mich 2x der 3. Platz und für Frank 2x der 4. Platz fest. Auch die anderen beiden hielten sich am Sonntag an die 2er-Regel: Bernd 2x 5.Platz, Matthias 2x 6. Platz. Damit war klar, wer diesen Bericht schreiben musste; Endergebnisse siehe unten.
Wegen des guten Wetters konnte schon auf den Trocko verzichtet werden und das Segeln bei Sonne und meist gutem Wind brachte viel Spaß.
Alle Teilnehmer waren sich einig, dass einer Wiederholung im nächsten Jahr nichts entgegensteht. Der Platz des Leipziger Segelvereins und der Kulkwitzer See könnten aber noch einige Seggerlinge mehr vertragen.
Dirk GER 468



